Ein ETF im Depot

MSCI ACWI- Reicht ein ETF wirklich aus?

Die meisten Anleger*innen stehen vor dem gleichen Dilemma:
zu viele Informationen und eine riesige Auswahl an Anlageprodukten.

Mittlerweile gibt es schon so viele ETFs, dass man schnell den Überblick verliert.
Wäre es da nicht einfacher, wenn die Geldanlage auch schon mit einem einzigen weltweiten ETF funktionieren würde?

Aber geht das überhaupt?

Der Welt-ETF

Wenn Anleger das Wort “Welt-ETF” hören, werde die Meisten an den MSCI World ETF denken.

Wenn du noch nicht weißt, was das ist, hör dir gerne mal hier die Podcastfolge dazu an!

Der MSCI World ETF enthält über 1600 Unternehmen aus 23 Industrieländern.

Er ist einer der beliebtesten ETFs, da er automatisch eine breite Streuung von Unternehmen und verschiedenen Industrieländern ermöglicht.

Quelle: MSCI.com

Das einzige Problem dabei ist allerdings, dass für ein wirklich marktneutrales Portfolio natürlich auch die Schwellenländer abgedeckt sein sollten, damit wirklich die “ganze Welt”repräsentiert wird.

Da der MSCI World nur in Industrieländer investiert, wird häufig die klassische Mischung MSCI World+MSCI Emerging Markets, in der Gewichtung 70/30 genutzt.

Damit hat man dann allerdings wieder 2 ETFs im Depot.

Der MSCI World ACWI

Ein ETF von MSCI der nun die All-in-one-Lösung sein könnte, ist der MSCI World ACWI (All Countries World Index).

Mit rund 3000 Unternehmen aus 50 Ländern, deckt er in knapp 85% der Marktkapitalisierung ab und streut damit mit noch deutlich weiter als der MSCI World.

Einmal im Vergleich:

MSCI World und MSCI ACWI im Vergleich

 MSCI WorldMSCI ACWI
Beschreibunginvestiert in 23 Industrieländerinvestiert in 23 Industrie- und 27 Schwellenländer
Anzahl Titelrund 1.600rund 3.000
Abdeckung (nicht free float-adjusted)73% des weltweit investierbaren Aktienmarkts85% des weltweit investierbaren Aktienmarkts
Anteil Industrieländer100%86%
Anteil Schwellenländer0%14%
Anzahl Industrieländer2323
Anzahl Schwellenländer027
Anzahl verfügbarer ETFs17 ETFs4 ETFs
Gesamtkostenquote (TER)0,12% p.a. – 0,50% p.a.0,20% p.a. – 0,45% p.a.
5 größte UnternehmenApple (4,4%), Microsoft (3,3 %), Amazon (2,7%), Facebook A (1,2%), Tesla (1,2%)Apple (3,8%), Microsoft (2,8%), Amazon (2,3 %), Facebook A (1,1%), Tesla (1,0%)
5 größte LänderUSA (66,1%), Japan (7,8%), Großbritannien (4,4%), Frankreich (3,3%), Kanada (3,1%)USA (57,1%), Japan (6,7%), China (5,5%), Großbritannien (3,8%), Frankreich (2,9%)
5 größte BranchenInformationstechnologie (22,2%), Gesundheitswesen (13,2%), Finanzen (12,7%), Nicht-Basiskonsumgüter (12,2%), Industrie (10,3%)Informationstechnologie (22,0%), Finanzen (13,3%), Nicht-Basiskonsumgüter (13,2%), Gesundheitswesen (12,1%), Industrie (9,5%)
Quelle: MSCI WorldMSCI ACWI; Stand: 29.01.2021

Nachteil

Ein Nachteil beim MSCI ACWI ist natürlich, dass du nicht so flexible bist, wie mit einzelnen Produkten.
Möchtest du also lieber eine eine stärkere Gewichtung der Schwellenländer oder eine andere Ländergewichtung in deinem Depot, kannst du dies mit nur einem ETF nicht beeinflussen. 

Vorteile

Einer der größten Vorteile des ETFs dabei ist, dass er sowohl Industrie, als auch Schwellenländer abbildet. Im Vergleich zum klassischen 70/30 Portfolio aus MSCI World und MSCI EM, ist deren Anteil natürlich aber geringer.

Ein weiter Vorteil ist das Vermeiden des sog. Rebalancing.

Beim Rebalencing versuchst du die vorgenommende Gewichtung deiner Produkte, im Laufe der Zeit beizubehalten. Im Beispiel MSCI World+ MSCI EM versuchst du also ca. einmal im Jahr, dein Depot auf die ursprüngliche Gewichtung von 70% MSCI World und 30% MSCI EM zurückzusetzen.

Mit nur einem ETF musst du das natürlich nicht tun.

Fazit

Ein ACWI-ETF ist eine All-inclusive-Lösung und bietet eine gute Lösung für beide Welten:
Diversifikation ohne den Zwang zum Rebalancing.

Der Nachteil: Du musst Aufteilung akzeptieren.

Wer aber nicht viel Zeit in sein Depot stecken möchte, kann hier sehr gut Zeit und Energie sparen und enspannt sein Geld für sich arbeiten lassen!

Core-Satellite-Strategie

Was ist die Core-Satellite- Strategie?

An der Börse gibt es hunderte Strategien, die den gewünschten Erfolg versprechen.
Diese Menge an Möglichkeiten kann bereits bei dem Versuch sie alle zu verstehen auf erhebliche Verwirrung sorgen.

Eine der intuitivsten Strategien ist dabei die Core-Satellite-Strategie.
Sie kombiniert die breit diversifizierte Geldanlage mit persönlichen Präferenzen und Überzeugungen.

Wie wird die Core-Satellite-Strategie umgesetzt?

Wie der Name bereits sagt, besteht die Strategie aus zwei Elementen. Einmal den Core (“Kern”) und die Satelliten.

Das Ganze kann man sich bildlich wie die Erde vorstellen, um die einige Satelliten kreisen.

Der Core (Kern)

Der Kern (Core) des Portfolios stellt dabei eine  sichere breit diversifizierte Grundlage für das Depot dar.
Sinn des Kerns ist es, eine solide Grundlage zu bilden, die eine gewisse Stabilität bietet. Durch eine breite Streuung, wird dabei das Risiko und die Volatilität gesenkt.

Für den Kern dieses Portfolios eignen sich dabei besonders die ETFs. Durch ihre automatisch breite Streuung und ihre Passivität, ermöglichen sie für den Anleger eine zeitsparende automatisierte Geldanlage.

Der Core sollte dabei möglichst marktneutral ausgerichtet sein.

Beispiel Core: 
 (70%) iShares Core MSCI World UCITS ETF USD (Acc)  +(30%) iShares MSCI EM SRI UCITS ETF – USD ACC

oder nur der Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (USD) (100%).

Die Satelliten

Ob Krypto, Rohstoffe oder Einzelaktien, die Satelliten können dabei rein theoretisch alles sein. Du kannst entweder nur einen Satelliten nehmen oder viele.
Grundsätzlich können deine Satelliten auch weitere Nischen-ETFs sein.
Hier solltest du nur darauf achten, dass diese sich nicht zu sehr mit dem Core überschneiden.

Die Satelliten sind dafür da, deinen Gedanken und Vorstellungen freien Lauf zu lassen. Wenn du die Zukunft in einer bestimmten Branche oder einem Unternehmen siehst, kannst du diese als Satellit nehmen.

Was ist noch zu beachten?

Wichtig ist dabei, im Hinterkopf zu behalten, dass das Verhältnis deines Cores und deiner Satelliten ungefähr so sein sollte, wie das Bild der Erde mit den Satelliten.

Der Core ist wesentlich größer als die einzelnen Satelliten zusammen.
Ein guter Richtwert ist dabei das Pareto-Prinzip: 80:20.

Dies ist natürlich nur ein Richtwert, verdeutlicht aber, dass die wichtige Stabilität im Kern liegt.

Zudem kann es eine gute Idee sein, die Satelliten und den Kern in zwei verschiedenen Depots zu halten.
So siehst du viel deutlicher, wie sich die Rendite  zueinander verhält und ob sich die aktive Anlage durch die Satelliten wirklich für dich lohnt.

5/5

Nachhaltig investieren

Nachhaltiges Investieren-das musst du wissen!

Beobachtet man die Entwicklung der Gesellschaft, so lässt sich in den letzten paar Jahren, eine immer deutlichere Entwicklung zur Nachhaltigkeit feststellen.
Die Menschen achten mehr auf ihr Konsumverhalten, versuchen sich klimafreundlicher zu verhalten und einen positiven Beitrag für die Umwelt zu leiten.

Und das ist wirklich gut so!
– Aber lässt sich diese Denkweise auch auf die eigenen Finanzen übertragen?

Nachhaltiges Investieren, geht das überhaupt und ist es finanziell gesehen überhaupt sinnvoll?

Was ist nachhaltiges Investieren?

“Wer langfristig investiert und breit streut, der wird Gewinn machen.”
So lautet eine alte Börsenweisheit.

Am einfachsten und zeit effektivsten geht das bekanntlich mit weltweiten ETF`s, wie dem MSCI World.
Das Problem mit den breit gestreuten ETF`S ist allerdings, dass man sich leider nicht aussuchen kann, welche Unternehmen nun in dem ETF enthalten sein sollen und welche eben nicht.
Bei einem so weit gestreuten ETF wie dem MSCI World, der über 1670 Unternehmen weltweit enthält, wäre dies auch mehr als schwierig.

Sieht man sich die breiten Welt-ETF`s an, so stellt man fest, dass diese auch Unternehmen wie riesige Ölförderer, Tabakkonzerne und Waffenhersteller enthalten.
– Nicht besonders nachhaltig und umweltfreundlich.

Umweltfreundliche ETF`s

Da viele Indexfondsanbieter diese Problematik erkannt haben, bieten einige von ihnen (Blackrock) Öko-ETF`s an.
Diese sollen besonders klimafreundlich, ethisch vertretbar und nachhaltig sein.

Diese ETF`S sollen die sogenannten ESG-Kriterien (Environment, Social, Governance) erfüllen. Auf Deutsch gesagt, dürfen diese ETF`s nur Unternehmen enthalten, die bestimmte Kriterien im Bereich Umwelt, Soziales und Unternehmensführung erfüllen.

Teilweise mehr Schein als Sein

Das Problem mit den ESG-Kriterien ist dabei allerdings, dass der Begriff Nachhaltigkeit meist im Auge des Betrachters liegt. Es gibt noch überhaupt keine eindeutigen, festgelegten Standard für die Unternehmen, um ein ESG-Label zu erhalten.
Das einige Unternehmen auch gerne mal ihre Zahlen “greenwashen“, um bestimmte Nachhaltigkeitskriterien zu erfüllen, hat mittlerweile auch die EU bemerkt.

Seit inzwischen zwei Jahren arbeitet die EU daher einem Klassifizierungssystem, das tatsächlich nachhaltige Finanzprodukte von solchen unterscheiden soll, die einfach grün klingen.

Hier geht leider die Vorstellungen der einzelnen EU-Mitgliedsländer, was “Nachhaltig” bedeutet, sehr weit auseinander.

Vor- und Nachteile beim Öko-Investing

Nachteile:
  • Kein direkter Einfluss
    Nur durch dein Investment in ein ökologisches Unternehmen, wirst du nicht kontrollieren können, was oder wie ein Unternehmen produziert. Hierbei ist dein Konsumverhalten als Käufer der Produkte oder Dienstleistungen entscheidend.
    So kann du nachhaltig die Verhaltensweisen von Konzernen beeinflussen.

  • Risikoerhöhung
    Das Risiko deines Investments wird dadurch leicht erhöht. Nimmst du bestimmte Branchen aus deinem Portfolio heraus, da diese nicht nachhaltig oder ökologisch sind, verkleinerst du automatisch die Streuung deines Portfolio.

  • Höhere Kosten
    Indexanbieter müssen, um einen neuen Öko-ETF anbieten zu können, zunächst alle Unternehmen, die in dem Index enthalten sind, auf die Anwendbarkeit der ESG-Kriterien prüfen.
    Dadurch wird natürlich relativ viel Zeit beansprucht und Zeit kostet Geld für den Anbieter.
    Daher sind Öko-Fonds meist ein wenig teurer, als ihre “Standard-Brüder”.

  • Höherer Zeitaufwand
    Da wie bereits vorhin erwähnt, jeder nachhaltige ETF etwas anders aufgebaut ist, muss der Anleger bei der relativ hohen Auswahl, erstmal für sich da beste Angebot finden.
    Auch wenn diese die gleichen Kriterien erfüllen sollen, ergeben sich, aufgrund der unterschiedlichen Auslegung der Kriterien, immer kleine Unterschiede.
Vorteile:
  • Klimaschutz
    Der einleuchtendste Vorteil ist ganz klar der Klimaschutz selbst.
    Etwas für die Umwelt, den Arbeitsschutz oder den Ressourcenschutz zu tun, ist natürlich immer gut.

  • Gleiche Rendite
    Studien haben gezeigt, dass nachhaltige ETF`s auf Dauer gesehen, dieselbe Rendite erzielen können, wie die Standardversionen auch.
    Teilweise wird auch von einer leicht höheren Rendite ausgegangen.
    Hierbei wurde festgestellt, dass nachhaltige Fonds weniger stark schwanken, weil sie weniger häufig von Krisen betroffen sind.

  • Guter Schlaf
    Der wichtigste Vorteil für einen Anleger ist, dass er Spaß am Investieren hat und langfristig dran bleibt. Du solltest also hinter deiner Anlage stehen können, ohne von dem schlechten Gewissen geplagt zu werden, dass du in unethische Produkte investierst!

Fazit

Rein wirtschaftlich gesehen lohnt sich eine Spezialisierung auf nachhaltige Fonds nicht. Sie werfen nicht mehr Rendite ab und sind tendenziell teurer und zeitintensiver.

ABER, wer aber mit reinem Gewissen investieren und selbst entscheiden möchte, wohin sein Geld fließt, für den lohnt sich das nachhaltige Investieren auf jeden Fall!
Denn beim Investieren kommt es darauf an, sich gut zu fühlen und langfristig dabei zu bleiben.


Das ist das Wichtigste!

Die Risiken des Investieren!

Wie riskant ist das Investieren wirklich?

Das Thema Investieren ist meiner Erfahrung nach wirklich sehr kontrovers.
Es gibt Menschen, wie Warren Buffet, die für die positiven Seiten des Investierens stehen und auf der anderen Seite unglaublich viele Vorurteile und falsche Behauptungen, die das Investieren als reines Glücksspiel abstempeln.

Welche Risiken beim Investieren gibt es nun wirklich?

1. Das allgemeine Marktrisiko

Das erste Risiko, welches für wirklich jeden Anleger besteht, ist als allgemeine Marktrisiko.
Du als Investor, investierst in verschiedene Gebiete und (hoffentlich breit gestreut) in den Weltmarkt und damit in die Weltwirtschaft.
Durch die gesamte Bewegung des Marktes (Schwankungen), besteht natürlich auch immer das Risiko, dass deine Anlagen im Wert sinken oder steigen.

Das Risiko aufgrund dieser Schwankungen an Investmentwert zu verlieren, wird als allg. Marktrisiko bezeichnet.

Lösung:


A) Das Märkte schwanken ist absolut normal, um also auch Schwankungen nach unten besser verkraften zu können, solltest du auf keinen Fall Geld investieren, dass du unbedingt in kurzer Zeit brauchst.

B. Gerade in wirklich unsicheren Zeiten kann es sinnvoll sein, dein Investment aufzuteilen und große Summen nicht auf einmal zu investieren.
Statistisch gesehen, wenn man von einer steigenden Marktwirtschaft ausgeht, kann es mehr Rendite bringen, alles auf einmal zu investieren, allerdings muss man hier auf das eigene Bauchgefühl hören.

2. Spezifisches Risiko

Bei dem spezifischen Risiko, bezieht man sich speziell auf Einzelunternehmen.
Wenn ihr in ein Unternehmen investiert, kann dieses unternehmen natürlich auch an Wert gewinnen und an Wert verlieren. Gerät ein Unternehmen in Schwierigkeiten, so können sowohl die Dividenden gestrichen oder gekürzt werden, also auch die Aktie selber an Wert verlieren. Dabei kann das Unternehmen z.B. durch Fehlentscheidungen oder auch Straftaten eure Investition gefährden.

Lösung:

Die Lösung ist hier eindeutig die Diversifikation. Sobald ihr keine hohe Gewichtung mehr auf einzelne Unternehmen habt, sinkt auch eure Abhängigkeit von dessen spezifischem Erfolg.
Sollte ein Unternehmen nun mal die Dividenden streichen oder drastisch an Wert verlieren, könnt ihr das ganze viel besser ausgleichen.

3. Kreditrisiko

Ein weiteres Risiko, was besonders bei Anleihen oder auch bei P2P-Krediten relevant wird, ist das sog. Kreditrisiko.
Was passiert wenn ein Kreditnehmer oder ein Land nahezu zahlungsunfähig wird? Dann erhältst du keine Zinsen oder Dividende mehr und deine Investitionen verlieren nahezu ihren ganzen Wert. Bei einem Staatsbankrott oder einer Plattforminsolvenz verlierst du sogar dein gesamtes Investment.

Lösung:

Auch hier wieder die Diversifikation. Streue dein Risiko breit über verschiedene Investments, aber auch Branchen oder Märkte, sowie Länger und Kontinente.

4. Kostenrisiko

Das letzte Risiko kein rein generelles Risiko. Es bezieht sich eher auf den Anleger an sich.
Hierbei kann es passieren, dass durch zu viel Aktivität des Anlegers, die Renditen von den Kosten zunichte gemacht werden.
Verfolgt ein Anleger z.B. sehr intensiv die Nachrichten und versucht sein Depot ständig auf die neusten Veränderungen anzupassen, wird er wahrscheinlich durch die hohen Transaktionskosten und Besteuerungen, so viel zahlen, dass seine gesamten Gewinne verloren gehen.

Lösung:

Die Lösung ist hierbei das langfristige Investieren. Wenn ihr euch einmal für eine Anlagestrategie entschieden habt, dann bleibt auch dabei und versucht nicht den markt zu timen. 
 Denke also immer langfristig und kaufe und verkaufe nicht zu schnell.

Hier meine persönliche Buchempfehlung zum Thema langfristiges Investieren:

Gerd Kommar : Souverän investieren mit ETF´s und Indexfonds”

Warum das richtige Mindset deinen Erfolg als Anleger bestimmt!

Warum ist Warren Buffet so erfolgreich ? Und andere eben nicht ? Hat der Milliardär ein geheimes Erfolgsrezept? Hat es mit seinem Mindset Geld zu verdienen zu tun? 

Mindset ist beim investieren ein extrem wichtiger Faktor, wenn es um deinen Erfolg geht!
Wie verhältst du dich in Krisensituationen oder wie triffst du die Auswahl deiner Unternehmen ?
Lass uns gemeinsam die wichtigsten Dinge zum Thema Mindset durchgehen

  1. Mache dir das Risiko bewusst!
    Viele Leute hoffen einfach, dass sie die richtigen Entscheidungen getroffen haben und das schon alles gut gehen wird.
    Die Augen vor dem Ungewissen zu schließen und zu bangen, wird dich allerdings nicht ruhig schlafen lassen.
    Du musst verstehen, in was du eigentlich investierst, nur so ist dir das wahre Risiko der Investition bewusst!

  2. Akzeptiere Rückschläge
    Rückschläge bei dem Investieren sind völlig normal und auch gut so.
    Stell dir vor, jedes Unternehmen würde immer gut laufen, es gäbe einfach keine Schwankungen.
    An dieser Vorstellung sollte dir klar werden, dass dies eine völlig unrealistische Illusion ist.
    Bei jedem Unternehmen wird es auch mal Phasen geben, in denen es nicht läuft
    Das heißt: Sollte der Kurs einer Aktie oder eines ETF`s, mal nach unten gehen, dann muss das kein Indiz dafür sein, dass das Unternehmen direkt insolvent ist.
    Deswegen investieren wir ja in Unternehmen die wir verstehen und auf ihren Fortbestand vertrauen.

  3. Versuche neutral zu bleiben
    Versuche dich nicht zu sehr von deinen Emotionen leiten zu lassen.
    Wenn deine Aktie oder dein ETF im Wert steigt, gut. Kaufe nicht einfach aus Freude nach.
    Wenn deine Position an Wert verliert,gut.
    Dies muss noch keinen Untergang des Unternehmens bedeuten, verkaufe nicht sofort.
    Achte lieber auf deine Emotionen und lerne neutral mit den Kursentwicklungen umzugehen, so lernst du viel über dich selbst und kannst Schwankungen rational bewerten.

  4. FOMO
    Fomo heißt:” Fear of missing out” und bedeutet, dass man das tut, was andere tun, aus Angst etwas zu verpassen.
    Lass dich nicht von anderen beeinflussen, erst recht niemand, der selber nicht investiert.
    Deine Investitionen sind deine Entscheidungen!

Fazit

Wenn du deinen mentale Stärke trainierst, bringt dich so leicht nichts aus der Ruhe und du wirst ein besserer Anleger werden.
Bleibe ruhig, gelassen und versuche deine Entscheidungen rational zu treffen.
So wirst du ein erfolgreicher Anleger!

Hier noch meine beiden Lieblingsbücher zum Thema Investieren:

1. Souverän investieren mit Indexfonds und ETF`s

2. Rich Dad Poor Dad 

*Affiliate

Vor- und Nachteile Einzelaktien

Welche Vor-und Nachteile haben Einzelaktien?

Wenn man anfängt, sich mit dem Thema Börse auseinanderzusetzen, trifft man auf viele verschiedene Anlagemöglichkeiten.

Nun kann man sich die Frage stellen soll ich nun eigentlich in Aktien, ETF`s oder doch vielleicht Fonds investieren?
In diesem Artikel werden wir auf das Thema Einzelaktien genauer eingehen und ich werde versuchen, dir die Vor- und Nachteile von Aktien zu verdeutlichen.

Vorteile von Aktien:

  1. Überdurchschnittliche Rendite möglich
    Investierst du z.B. ausschließlich in ETFs, (die ja einen Index abbilden), wird dieser die Rendite der ETF`s auch niemals schlagen. 
    Mit Einzelaktien dagegen, besteht natürlich die Chance, besser als der Gesamtmarkt abzuschneiden.

     

  2. Dividenden
    Viele Unternehmen schütten jährlich eine Dividende an ihre Aktionäre aus, die zusätzlich zu der Gewinnsteigerung, ein schöner Bonus sind.

     

  3. Hohe Flexibilität
    Durch die hohe Liquidität im Aktienmarkt, kann der Aktionär jederzeit Aktien kaufen oder verkaufen.
    Zudem können Aktien zum kurzfristigen Traden oder auch für den langfristigen Vermögensaufbau genutzt werden.

     

  4. Keine festen Kosten
    Im Gegensatz zu den ETF`s haben wir bei Aktien keine laufenden Kosten (TER), die jährlich anfallen.

Nachteile der Aktien:

  1. Geringere Streuung
    Wenn man gerade anfängt in Aktien zu investieren, kann man meistens noch keine großen Summen investieren. Damit erzeugt man ein Klumpenrisiko, wenn anfangs nur einzelne Positionen im Depot sind.

     

  2. Starker Wertverlust möglich
    Bei Einzelaktien investiert man in einzelne Unternehmen, diese sind natürlich anfälliger als ganze Branchen oder Länder, daher besteht hier das Risiko, den gesamten Wert des Unternehmens zu verlieren, wenn dieses insolvent wird.

     

  3. Abgeltungssteuer
    Seit 2019 sind bis zu einem Freibetrag alle Kursgewinne steuerpflichtig geworden, somit werden die Gewinne nochmals reduziert.

     

  4. Keine feste Rendite
    Aktiengesellschaften zahlen zwar Dividenden an ihre Aktionäre aus, allerdings sind diese immer von dem Gewinn des Unternehmens abhängig, manche Unternehmen zahlen auch gar keine Dividenden.
    Auch durch mögliche Kursschwankungen ist hier von einem höheren Risiko auszugehen.
Das sind einmal die wichtigsten Vor-und Nachteile von Aktien auf einen Blick.
 

Fazit

Jeder der vielleicht ein wenig mehr Rendite erhofft und bereit ist mehr Risiko einzugehen, kann sehr sehr glücklich mit Aktien werden.
Man sollte hierbei natürlich immer informiert sein und nur in Unternehmen investieren, die man wirklich verstanden hat.
Eine große Streuung kann das Risiko weiter minimieren und für mehr Stabilität sorgen.

Ich hoffe dieser Artikel konnte euch ein wenig weiterhelfen und erleichtert euch die Auswahl!

5/5

Aktien kaufen

Wie kaufe ich eigentlich Aktien/ETF`s?

Du hast dich dafür entschieden, in Aktien oder ETF`s zu investieren?
Sehr gut!
Doch wie legt man nun eigentlich los ?

Schritt 1: Vorbereitung

Im ersten Schritt bist du dir über deine Finanzen bewusst geworden und hast deine finanzielle Lage abgeklärt.
Dadurch weißt du nun, was deine Investmentziele sind und wie viel du jeden Monat investieren kannst und möchtest.
Hast du die Vorbereitung noch nicht abgeschlossen, schaue gerne auf unserem Blog den Artikel dazu an!

Schritt 2: Wissen aneignen

Im zweiten Schritt hast du dich über die verschiedenen Anlageformen informiert, verstehst nun wie die Börse funktioniert und hast dich für eine Strategie, bestimmte Aktien oder EFT`s entschieden.

Schritt 3: In die Aktion kommen

So!
Im dritten Schritt gehst es nun darum, das Wissen auch in die Tat umzusetzen.
Dieser Schritt ist enorm wichtig!
An der Umsetzung scheitert es leider viel zu oft!
Aber wie machen wird das denn jetzt?

Depot!

Zunächst musst du ein Depot eröffnen.
Was ist eigentlich ein Depot?
–>Ein Aktiendepot ist im Prinzip ein Konto für Aktien.
Auf diesem Aktienkonto sind alle Aktien, die du aktuell in deinem Besitz hast. Kaufst du eine neue Aktie, wird sie deinem Depot hinzugefügt, genauso ist es auch bei dem ETF`s. Ein Depot kannst du bei fast jeder Bank eröffnen. 

Wie finde ich das passende Depot?

Ein Depot kannst du entweder bei einer Filialbank oder bei einem Onlinebroker eröffnen. Vorteil der Filialbank ist die Möglichkeit der persönlichen Kundenberatung vor Ort. Wer sich mit den Grundlagen des Investierens beschäftigt hat, kennt das Problem: Es gibt einen Interessenskonflikt. Bankberater wollen in erster Linie die Produkte empfehlen, mit denen sie ihre Provisionen verdienen. Dies ist oft mit hohen Gebühren für dich verbunden, um die Filialkosten zu decken.

Ich persönlich habe mein Depot bei der Comdirect und damit bei einer Onlinebank.
Diese ist einfach günstiger und bei Fragen kann ich mich immer an den Support wenden.

Für einen genauen Vergleich der Depots hat Finanztipp eine sehr gute Übersicht erstellt:

Sonst kann ich die Videos von Finanzfluss zu dem Thema sehr empfehlen! 
Die findet ihr hier!

Wenn ihr euch für ein passendes Depot entscheiden habt, müsst ihr es nur noch bei der entsprechenden Bank eröffnen.
Dies dauer in der Regel nur wenige Minuten und ist sehr einfach.
Danach werden euch die Daten per Post gesendet und ihr könnt sobald da Depot freigeschaltet ist loslegen!

Dann habt ihr auch schon den 3. Schritt abgeschlossen !
5/5